Gemeinsam das Luzerner Darmkrebs-Screening-Programm zugänglicher machen!
Darmkrebs ist die dritthäufigste Krebserkrankung in der Schweiz. Wirksame Vorsorgeprogramme sind zwar verfügbar, die Teilnahme der Zielgruppe ist aber geringer als gewünscht. Apotheken sind ideale Partner für die Umsetzung von Vorsorgeprogrammen, doch ihre Rolle und die Präferenzen der Bürger:innen wurden bisher kaum berücksichtigt. Ein Team aus Bürger:innen und Apotheker:innen werden gemeinsam mit Forschenden zum einen untersuchen, welche Bedürfnisse Programm-(Nicht-)Teilnehmende und Apotheker:innen haben, um das Luzerner Darmkrebs-Screening-Programm zugänglicher zu machen und zweitens gemeinsam innovative Strategien entwickeln, um mehr Teilnehmende über Apotheken zu gewinnen.
Bürger:innen entwickeln gemeinsam mit Luzerner Apotheker:innen und dem Forschungsteam neue Informationsmaterialien sowie Apothekenprozesse zur Darmkrebs-Vorsorge. Dabei erhalten sie Einblicke in den Ablauf des kantonalen Darmkrebs-Screening-Programms und die eingesetzten diagnostischen Tests. Teilnehmen können Personen mit Wohnsitz im Kanton Luzern im Alter von 50 bis 69 Jahren mit durchschnittlichem Darmkrebsrisiko, unabhängig davon, ob sie bereits am Darmkrebs-Screening-Programm teilgenommen haben oder bisher nicht. Der Zeitaufwand umfasst ein Einzelinterview (60 Minuten) sowie zwei bis drei Abendworkshops (jeweils 90 Minuten). Vorwissen oder spezielle Ausstattung sind nicht erforderlich.
Die Einzelinterviews mit Bürger:innen werden aufgenommen, transkribiert und für die Analyse anonymisiert. In den Workshops fliessen ihre Rückmeldungen direkt ein: Gemeinsam mit Apotheker:innen und Forschenden werden Lösungen entwickelt, Prototypen vor Ort erarbeitet und von den Teilnehmenden aktiv getestet. Bereits ausgewertete Ergebnisse werden präsentiert und diskutiert. Die Schlusserkenntnisse des Projekts werden über verschiedene Kanäle sowie mit allen Teilnehmenden an einem Abschlussevent geteilt.
