Institution: Universität Zürich Institut für Computerlinguistik Andreasstrasse 15 8050 Zürich
Projektleitung: Dr. Phillip Ströbel & Dr. Patricia Scheurer
Universität Zürich
Institut für Computerlinguistik
Andreasstrasse 15
8050 Zürich
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Bullinger Digital

Mithelfen und mehr über die Reformation und das Leben im 16. Jahrhundert erfahren.

 

Worum geht es in dem Projekt?

In der Online-Kampagne zum Bullinger-Briefwechsel geht es darum, die Eigennamen von erwähnten Personen und Orten auszuzeichnen und zu verlinken. Mit der Eigennamenerkennung unterstützen Sie die Forschung bei der Erschliessung des historisch wertvollen Bullinger-Briefwechsels und erhalten zugleich Einblick in den spannenden Inhalt der Briefe, welche die politischen Ereignisse und theologischen Auseinandersetzungen der Frühen Neuzeit dokumentieren, aber auch Zeugnisse aus erster Hand sind in Bezug auf wirtschaftliche Verhältnisse, Sorgen und Nöte. 

Heinrich Bullinger (1504-1575) war der Nachfolger von Huldrych Zwingli in Zürich und eine Schlüsselfigur der Reformation. Dies zeigt sich nicht zuletzt darin, dass er mit über 1'000 verschiedenen Personen in Kontakt stand. Von seiner Korrespondenz mit Gräfinnen und Königen, anderen Reformatoren, aber auch mit verschiedenen Familienmitgliedern sind insgesamt 12'000 Briefe erhalten, die meisten davon in Latein oder Frühneuhochdeutsch.

 

Wie können Sie mithelfen und mitforschen?

In Bullingers so vielfältigen Austausch fallen viele Namen, sei es in den Berichten von politischen Ereignissen, in der Diskussion von theologischen Positionen oder im Austausch über persönliche Neuigkeiten. Diese Namen als solche zu erkennen und einer bestimmten Person zuzuweisen ist eine Herausforderung, die mithilfe maschineller Sprachverarbeitungsmethoden nur bedingt bewältigt werden kann.

Deshalb sind wir auf die Unterstützung von Freiwilligen angewiesen, die beispielsweise aufgrund des Kontextes entscheiden können, auf wen sich ein Vorname bezieht oder erkennen, dass es sich nur um eine alternative Schreibweise eines bekannten Nachnamens handelt.

 

Was passiert mit den Ergebnissen?

Durch die korrekte Eigennamenerkennung und -verlinkung eröffnen sich verschiedene Möglichkeiten für die Forschung, indem etwa nach bestimmten Personen gesucht werden kann, Verbindungen von Personen untereinander aufgezeigt werden können oder auch der Austausch von Gedanken einfacher nachvollzogen werden kann. Bereits jetzt kann der gesamte Briefwechsel unter www.bullinger-digital.ch eingesehen werden. Nach Abschluss der Online-Kampagne werden die Ergebnisse daraus ins öffentliche Suchsystem eingespielt.

Schlagwörter
  • eigennamenerkennung
  • briefwechsel
  • 16 jahrhundert
  • zurich
  • reformation
Gelesen 24 mal| Letzte Änderung am Dienstag, 09 Juli 2024 16:29

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