Werde selbst aktiv beim Jahrhundertupdate der Bündner Pflanzenwelt. Entdecke die Pflanzenvielfalt Graubündens und hilf mit, sie für die Zukunft zu bewahren.
Um was geht es in dem Projekt konkret?
Die Pflanzenvielfalt Graubündens kennen, einschätzen und für die Zukunft dokumentieren – das ist das Ziel von Flora Raetica. Vor rund 100 Jahren haben Josias Braun-Blanquet und Eduard Rübel die Flora erstmals umfassend erfasst. Jetzt ist es Zeit für ein Update. Wir untersuchen: Wo wächst heute was? Welche Arten sind selten, häufig, verschwunden oder neu? Und warum verändert sich die Flora? Gemeinsam mit Fachleuten und Bürger:innen sammeln wir Beobachtungen, sichern historisches Wissen und schaffen Grundlagen für Artenförderung und Forschung.
Wie können Bürger:innen mitforschen?
Bürger:innen entdecken und melden Pflanzen, erfüllen Missionen (gezielt seltene/fehlende Arten suchen), inventarisieren Flächen (z. B. 5×5-km-Quadrate oder 100×100-m-Blitzinventare), fotografieren Pflanzen und Lebensräume, arbeiten historische Funde auf oder wirken am Buchprojekt mit. Meldungen erfolgen über FlorApp (im Feld per Smartphone) oder das Online-Feldbuch am Computer. Neugier genügt, Vorkenntnisse sind hilfreich, aber nicht nötig. Wir bieten Exkursionen sowie Unterstützung bei Bestimmungen. Du entscheidest selbst, wie viel Zeit du investieren willst.
Was passiert mit den Ergebnissen?
Beobachtungen werden vor allem mit der FlorApp im Feld erfasst und an InfoFlora übermittelt; ergänzend über das Online-Feldbuch am Computer. Den Fortschritt können Teilnehmende auf florae.ch in einer interaktiven Karte verfolgen. Wir informieren über Newsletter, den FloRae-Chat, Instagram sowie Jahresberichte und geben Rückmeldungen zu Funden. Die Daten fliessen direkt in unsere Auswertungen ein. Die Ergebnisse erscheinen 2032 – 100 Jahre nach der alten Flora von Graubünden – in einem reich illustrierten Buch und werden öffentlich zugänglich online als zeitgemässe Flora-Webseite bereitgestellt. Das Projekt trägt zur Erforschung der Veränderungen der Pflanzenvielfalt in den Alpen bei. Neben Veränderungen der Landnutzung untersuchen wir auch Auswirkungen des Klimawandels. Verschieben sich Verbreitungsgebiete? Steigen Arten in höhere Lagen auf? Verschwinden kälteangepasste Arten oder kommen neue insbesondere wärmeliebende hinzu? Die Beiträge der Teilnehmenden liefern wichtige Daten, um solche Trends zu erkennen und langfristig zu dokumentieren – eine zentrale Grundlage für Biodiversitätsforschung, und Naturschutz.